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Bürger begeistern Bürger Energiewende Oberland

Bürger begeistern Bürger für erneuerbare Energien: So kann der Traum der Energieunabhängigkeit im Oberland Realität werden. Dafür setzt sich die Bürgerstiftung "Energiewende Oberland" ein - UNKRAUT hat sie besucht.

Autor: Florian Kienast Stand: 06.05.2012

Am Anfang steht die Überzeugungsarbeit

Um dieses Ziel zu erreichen, beschäftigt die Bürgerstiftung inzwischen einige Experten - zum Beispiel: Andreas Scharli. Seine Aufgabe ist es, Bürger, Unternehmer und Kommunalpolitiker von der Vision des energieunabhängigen Oberlandes zu begeistern. Das funktioniert vor allem, indem er Interessenten wie Skeptikern funktionierende Beispiele präsentiert.

Aber nicht alle Bürger und Kommunen im Oberland lassen sich sofort von der Vision der Bürgerstiftung überzeugen. Die Gemeinde Bichl im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen etwa stand der Bürgerstiftung zunächst etwas skeptisch gegenüber. Und so war sie lange Zeit die einzige Kommune im Landkreis, die nicht Mitglied bei der Stiftung werden wollte. Inzwischen ist das anders. Die Gemeinde Bichl ist auf dem Weg vom Öko-Saulus zum Öko-Paulus. Denn das neu ausgewiesene Gewerbegebiet soll ein Vorbild für ganz Bayern werden: Die Energie, die hier verbraucht wird, wird auch hier produziert.

Alte Technik bringt Schwung in die Energiewende

Holzvergaser

Funktionieren soll das dank einer Technik, die schon gut 200 Jahre alt ist. Eingesetzt wurde sie vor allem während und nach dem Zweiten Weltkrieg - aus der Not heraus. In Bichl aber sorgt sie jetzt für die Energiewende: Energiegewinnung mittels Holzvergaser - der ganze Stolz des 22-jährigen Franz Demmel. Zwei solcher Vergaser hat er im Bichler Gewerbegebiet aufgestellt. Mit ihnen wird er in Zukunft Strom und Wärme erzeugen. Die Wärme wird über ein Nahwärmenetz das gesamte Gewerbegebiet versorgen - mit der Option, auch den Ort Bichl eines Tages noch mit anzuschließen.

Angst vor der Energiewende

Franz Demmel (links) und Andreas Scharli

Für seine Energieerzeugung verwendet Franz Demmel natürlich nur Hackschnitzel aus den Wäldern des Oberlandes, was Andreas Scharli von der Bürgerstiftung besonders freut. Denn im Energieholz sieht er das größte Potenzial für die Energiewende. Allein im Oberland könnten nach einer Studie der Bürgerstiftung ohne weiteres jedes Jahr rund 20 Millionen Liter Heizöl durch das heimische Energieholz ersetzt werden. Wohl gemerkt: Dafür müssten keine Bäume extra gefällt werden. Es würden die Holzabfälle genügen, die schon jetzt bei der Holzernte anfallen und bisher achtlos weggeworfen oder im Wald verbrannt werden.

Dieses Abfallholz wird zur Energieerzeugung genutzt.

Aber auch hier muss Andreas Scharli viel Überzeugungsarbeit leisten. Denn bei vielen Bürgern geht die Angst um, die Energiewende mit ihrem Hunger nach Holz könnte die heimischen Wäldern zerstören. Nicht zuletzt der Einsatz großer Maschinen schürt diese Befürchtungen. Dem aber tritt die Bürgerstiftung mit Informationsveranstaltungen vor Ort im Wald entgegen, um zu zeigen, was wirklich bei der Energieholzernte passiert.

 Quelle: Bayrischer Rundfunk